Fachbereich 9

Wirtschaftswissenschaften


Navigation und Suche der Universität Osnabrück


Hauptinhalt

Topinformationen

Meldung

13. Dezember 2016 : Niedersächsischer Innovationsverbund „SmartHybrid“ erforscht die digitale Zukunft des Mittelstands

Sechs niedersächsische Forschungseinrichtungen haben sich zusammengeschlossen, um im Rahmen des Innovationsverbunds „SmartHybrid“ ab dem 1. Januar 2017 Geschäftsmodelle für die digitale Zukunft niedersächsischer Unternehmen zu entwickeln. Das Forschungsprojekt wird im aktuellen EFRE-Programm des Landes Niedersachsen mit insgesamt 1,9 Mio. Euro gefördert. Konsortialführer ist das Fachgebiet Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik der Universität Osnabrück von Prof. Dr. Oliver Thomas.

Wie die Zukunft mittelständischer Unternehmen aussieht, wird vor allem davon abhängen, welche digitalen Technologien dem Kunden einen direkten Nutzen bringen. Aus dieser Perspektive betrachtet der am 1. Januar 2017 startende Innovationsverbund „SmartHybrid“ das Thema Digitalisierung. In dem Verbund werden sechs niedersächsische Forschungsgruppen aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen mit der regionalen Wirtschaft neue digitale Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickeln. Zentrale Bedeutung für die Forschung nehmen innovative Technologien wie Internet of Things, cyber-physische Systeme, Virtual Reality oder 3D-Druck ein, durch die sich neue digitale Services für viele Produktarten entwickeln lassen. Der Innovationsverbund fokussiert mit dieser Leistungsbündelung im Sinne einer „Hybriden Wertschöpfung“ ein Thema, das mehr und mehr im Umfeld der Digitalisierung diskutiert wird und von vielen Experten in seiner wirtschaftlichen Bedeutung für den Mittelstand noch über Industrie 4.0 angesiedelt wird.

Eingebunden sind auf wissenschaftlicher Seite – neben der Universität Osnabrück – die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule Osnabrück, die Universität Hildesheim sowie die technischen Universitäten aus Braunschweig und Clausthal-Zellerfeld. Einzigartig ist die Interdisziplinarität des Innovationsverbunds – dieser schlägt eine Brücke zwischen der Betriebswirtschaftslehre, der Wirtschaftsinformatik, der Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Mit dieser Ausrichtung möchten die Verbundpartner branchenübergreifende und ganzheitliche Lösungen aus der anwendungsorientierten Forschung heraus entwickeln und deren kontinuierlichen Transfer in die Praxis gewährleisten.

„Vor allem KMU fehlt häufig das Wissen zur zielgerichteten Integration von Dienstleistungen oder moderner Informationstechnologie in industrielle Sachleistungen, um den Kunden qualitativ hochwertige und integrierte Gesamtlösungen bieten zu können“, so Prof. Dr. Oliver Thomas, Sprecher des Innovationsverbunds SmartHybrid. Deshalb sei es gerade für das durch KMU geprägte Land Niedersachsen wichtig, zu erforschen, wie IT genutzt werden kann, damit bei den Unternehmen der Wandel vom „klassischen“ Produzenten hin zum wettbewerbsfähigen Anbieter von Product-Service Systems gelingen kann. „Der Innovationsverbund SmartHybrid wird ausgewählte Unternehmen bei dieser Cross Innovation begleiten“, kommentiert Prof. Dr. Oliver Thomas weiter.

Damit der Verbund die Bedarfe der Unternehmen berücksichtigen kann, werden schon frühzeitig Praxispartner aus der Wirtschaft eingebunden. Bereits vor Starttermin haben sich über 30 Unternehmen dem Verbund angeschlossen. Zu den Partnern gehören KMU, Hidden Champions und Gobal Player aus Niedersachsen, wie u.a. Amazonenwerke, Fuchs Gewürze, Kotte Landtechnik, H&D International Group, Issendorff, Kampmann, CLAAS, LM Internet Services AG und Stadtwerke Osnabrück. Der Wissenstransfer in die regionale Wirtschaft ist gewollt. Innovative und branchenspezifische Weiterbildungsveranstaltungen werden bereits jetzt geplant und in regelmäßigen Abständen durchgeführt.

SmartHybrid ist einer von vier Innovationsverbünden, die seitens des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen im Rahmen der kommenden EU-Förderperiode aus Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert werden.

Die wissenschaftlichen SmartHybrid-Verbundpartner im Überblick

  • Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann, Nachhaltige Produktion und Life Cycle Engineering, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF), Fakultät für Maschinenbau, TU Braunschweig 
  • Prof. Dr. Ralf Knackstedt, Fachgebiet Informationssysteme und Unternehmensmodellierung, Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft & Informatik, Universität Hildesheim
  • Prof. Dr.-Ing Roland Lachmayer, Institut für Produktentwicklung und Gerätebau (IPeG), Fakultät für Maschinenbau, Leibniz Universität Hannover
  • Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Pfisterer, Fachgebiet Elektrische Energietechnik, Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik, Hochschule Osnabrück
  • Prof. Dr. Andreas Rausch, Fachgebiet Software Systems Engineering, Institut für Informatik, Fakultät für Mathematik/Informatik und Maschinenbau, TU Clausthal
  • Prof. Dr. Oliver Thomas, Fachgebiet Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Universität Osnabrück

Fragen zum Innovationsverbund richten Sie bitte an

David Sossna

Operativer Leiter des Innovationsverbunds „SmartHybrid“

Universität Osnabrück, Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik

Telefon: 0541/969-4879, E-Mail: david.sossna@uni-osnabrueck.de