Fachbereich 9

Wirtschaftswissenschaften


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GLASSHOUSE

Einsatz von Smart Glasses zur Unterstützung von Logistikdienstleistungen

Projektbeschreibung

Unterstützung der Beschäftigen im Bereich Logistikdienstleistungen durch Smart Glasses

Smart Glasses (erweiterte Realitätsbrillen) bieten für Dienstleister neue Möglichkeiten der Informationsbereitstellung und Auswertung. Ein Beispiel hierfür ist der Logistiksektor. Dieser stark technologisierte Dienstleistungszweig zeichnet sich dadurch aus, dass komplexe und wissensintensive Prozesse ablaufen und, dass eine Vielzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit kurzen Einlernphasen eingesetzt werden. Dadurch kommt es häufig zu Fehlern in den Arbeitsabläufen, die zu Verzögerungen über die gesamte Wertschöpfungskette und letztendlich zu wirtschaftlichen Einbußen führen. Eine durchgängige Unterstützung der Beschäftigten mittels Smart Glasses durch intelligente Einblendungen während der Tätigkeiten verhindert dies und führt zu einer höheren Qualität der Arbeitsabläufe und zu einer niedrigeren Fehlerrate in den relevanten Logistikbereichen Einlagerung, Bereitstellung, Kommissionierung und Umschlag. Darüber hinaus ermöglicht der Einsatz von Smart Glasses eine ergonomischere Arbeitsweise (weniger Kopfbewegungen) und eine höhere Sicherheit am Arbeitsplatz. Die Hände bleiben frei, da das Tippen auf Handgeräten oder Nachschlagen in Handbüchern entfällt. 

Mittels Cloud-Service ergonomische und proaktive Informationsbereitstellung gewährleisten 

Das Verbundprojekt Glasshouse wird einen cloudbasierten Service entwickeln, der die Beschäftigen in allen Tätigkeiten und Arbeitsschritten entlang der Logistikwertschöpfungskette mittels Smart Glasses unterstützt. Hierfür wird zunächst eine Anforderungsanalyse an das Assistenzsystem erstellt, die alle relevanten Parameter abdeckt (z.B. richtige Wegstrecke, Platzierung des Lagergutes, richtige Stapelung etc.). Die Daten werden als Algorithmen in der Cloud hinterlegt. GPS-basiert werden die Smart Glasses positionsabhängig mit Echtzeitinformationen versorgt. Datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen werden bei der Erarbeitung des Services ebenso berücksichtigt wie etwaige arbeitsrechtliche Anforderungen. Der cloud-basierte Ansatz wird als Demonstrator in die Infrastruktur der Logistikzentren der Anwendungspartner Hellmann Worldwide Logistics und der Meyer & Meyer Holding eingebettet, getestet und evaluiert. 

Nutzung der Smart Glasses 

Der Einsatz der Smart Glasses wird beim Logistikdienstleister Hellmann Worldwide Logistics GmbH & CO KG im Bereich des Warenumschlags und im Bereich der Kontraktlogistik erfolgen, bei der Meyer & Meyer Holding GmbH & CO KG in der Fashionlogistik. Durch die Nutzung der Smart Glasses und der damit verbundenen Unterstützungsleistungen können die Prozesse und Abläufe beschleunigt, gleichzeitig die Qualität und Arbeitssicherheit nachhaltig erhöht werden. Die ebenfalls am Projekt beteiligte PCO Personal Computer Organisation GmbH & Co KG, ein mittelständischer IT-Dienstleister für Mobilität, Infrastruktur- und Service-Management wird die Ergebnisse dazu nutzen, sein Produktportfolio zu erweitern. Die PCO ist spezialisiert auf Logistikdienstleistungen und wird die Ergebnisse in nachfolgenden Aufträgen verwenden. Über den am Projekt beteiligten Umsetzungspartner, das Kompetenznetz Individuallogistik e.V., werden die Ergebnisse an interessierte Logistikdienstleister weiter gereicht, sodass zusätzlich zum Nutzen der Projektbeteiligten eine Breitenwirksamkeit gegeben ist. Durch die am Projekt beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen, die Universität und die Hochschule Osnabrück, werden die Ergebnisse durch Teilnahme an einschlägigen Konferenzen, durch Veröffentlichungen in anerkannten nationalen und internationalen Fachzeitschriften und durch Lehrveranstaltungen in der Wissenschaft gestreut.

Projektkonsortium

Das Projekt wird am Lehrstuhl für Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik (IMWI) der Universität Osnabrück durchgeführt in Kooperation mit:

Darüber hinaus sind assoziierte Partner des Projekts:

Förderung

Das Projekt wird in der Förderlinie „Dienstleistungsinnovation durch Digitalisierung“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Laufzeit

01.11.2015 bis 31.03.2019

Ansprechpartner

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