Fachbereich 9 - Wirtschaftswissenschaften

Forschungszentrum INSTITUT FÜR UMWELTSYSTEMFORSCHUNG


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Evaluierung der europäischen Agrarumweltpolitik im Kontext der intensiven Landwirtschaft in Niedersachsen, Deutschland

Mit ihrem Portfolio an Agrarumweltmaßnahmen (AEM) versucht die Europäische Union, die Umweltzerstörung in den ländlichen und landwirtschaftlichen Gebieten der Mitgliedstaaten aufzuhalten. Im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) erhalten Landwirte, die sich freiwillig zu Agrarumweltpraktiken verpflichten, Ausgleichszahlungen für ihre entgangenen Erträge. Obwohl viele Landwirte an solchen Programmen teilnehmen, ist die Umweltwirksamkeit und Kosteneffizienz der Agrarumweltzahlungen nach wie vor fraglich. Unsere Forschung konzentriert sich auf die effektive Gestaltung von Agrarumweltprogrammen im Kontext der GAP. Veränderungen im Rahmen und in der Konditionalität, im Überwachungs- und Sanktionssystem oder in der Reihenfolge, in der Maßnahmen mit unterschiedlicher Nachfragebereitschaft angeboten werden, bieten vielversprechende Alternativen zum derzeitigen Modell. Wir entwickeln Labor- und Feldexperimente, um die Leistungsfähigkeit alternativer Politikentwürfe mit Hilfe experimenteller ökonomischer Methoden zu testen. Wir streben eine enge Zusammenarbeit mit Praktikern und politischen Entscheidungsträgern in Niedersachsen an, um die Relevanz unserer Ergebnisse zu sichern. Niedersachsen ist eine der am intensivsten bewirtschafteten Regionen Europas, mit gravierenden Folgen für die Umwelt. Die intensive Landwirtschaft führt insbesondere zu einem erheblichen Verlust an biologischer Vielfalt (sowohl in der Landwirtschaft als auch in der freien Natur) und zu einer hohen Wasserverschmutzung.